Bodensee: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 11. Februar 2013, 17:09 Uhr

Der Bodensee ist ein See in Mitteleuropa, durch den der Rhein fließt. Größere Orte sind im Westen Konstanz (D) und Kreuzlingen (CH). Im Norden Friedrichshafen (D), im Osten Lindau (D) und Bregenz (at) und im Süden St. Gallen (CH, etwas erhöht). In der Nähe liegt im Rheintal der Kleinstaat Lichtenstein. Aufgrund des Zusammentreffens der Länder- und Staatsgrenzen irgendwo in ihm tief unten ist auch die Rede vom internationalen See/Gewässer oder vom Schwäbischen Meer.

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Videoquelle: YouTube

Bodensee Angebote

Seeorte

Die Orte, Gehöfte, Städte etc. entlang vom Bodensee-Ufer (Die Reihenfolge im Uhrzeigersinn ausgehend vom namensgebenden Konstanz) :

Konstanzer Bucht

Obersee, deutsche Uferabschnitte

Gliederung im Obersee:

Überlinger See

(Nord- und Südufer je circa 20 km Uferlinie) Der Überlinger See wird durch den Bodanrücken (der Bodan; evtl. der namensgebende Teil für den ganzen See) vom Untersee getrennt.

Wallfahrtskirche Birnau, Stahlstich von Johann Poppel (1850)

Baden-Württembergisches Ufer

Baden

Württemberg

Bayerisches Ufer

Der bayerische Uferabschnitt im Nordosten ist circa 19 km lang und wurde vor allem durch den "Erwerb" des ehemals reichsstädtischen Lindaus unter Napoléon, Reichsdeputationshauptschluss dem nordöstlichen Nachbarn zugeschlagen.

Obersee, österreichischer Uferabschnitt

Der circa 36 km lange österreichische Uferabschnitt ist Teil des Landes Vorarlberg (Landeshauptstadt Bregenz).


Obersee, Südufer, schweizerischer Uferabschnitt

Dieser Abschnitt am Südufer des Sees hat circa 45 km Uferlinie und ist überwiegend Teil des Thurgaus (Kanton) und Teilabschnitt zum Kanton St. Gallen.

Kanton St. Gallen:

Kanton Thurgau:

Gemeinden am schw. Ufer

Untersee

Der Untersee am südwestlichen Auslauf des Bodensees (eigentlich: Obersee) hat eine Fläche von 63 km² und etwa 30 km Uferlinie. Seerhein wird dabei der vier Kilometer lange Abfluss des Obersees durch und hinter Konstanz genannt, der zugleich den Rhein-Zufluss für den etwa 30 cm tiefer liegenden und westwärts ausgerichteten Untersee bildet.

  • Zellersee (Teil des Untersees, westlich der Insel Reichenau, zwischen Höri und der Halbinsel Mettnau)
  • Mündung der Radolfzeller Aach
  • Moos
  • Naturschutzgebiet Bodenseeufer (Konstanz), insgesamt 652 ha, verschiedene Flächen in den Gemeinden Allensbach, Gaienhofen, Konstanz, Moos, Öhningen, Reichenau: Erhalt von unbebautem, ursprünglichem Bodenseeufer mit besonderen Pflanzenarten (Uferstreifen von durchschnittlich 400 m Breite)

Gnadensee

Der Gnadensee ist Teil des Untersees und hat etwa 15 km Uferlinie. Er liegt nördlich der Insel Reichenau. Seine Hauptorte sind Allensbach und Radolfzell.

Rheinsee und Rheinabfluss

Südliches Ufer:

Nördliches Ufer:

Literatur, Verweise und Quellen dazu

  • Andreas Balze, Gerhard Fischer: Bodensee DuMont, Köln, 1995, ISBN 3-7701-3213-0 (= DuMont Reise-Taschenbücher)
  • Bodensee-Schiffsbetriebe Konstanz (Hrsg.): Bodensee-Uferbeschreibung mit Übersichtskarte. Verlag Paula Büsing, Konstanz, 1984.

Orte in der Bodensee-Region

(also auch die Orte im Hinterland des Sees. Geordnet nach polit. Zugehorigkeiten)

Deutschland

Bodenseekreis

Städte

Gemeinden

Landkreis Lindau (Bodensee)

Städte

Gemeinden

Landkreis Konstanz

Städte

Gemeinden

Schweiz

Kanton Schaffhausen

Bezirk Stein am Rhein

Kanton Thurgau

Bezirk Kreuzlingen

Bezirk Steckborn

Bezirk Arbon

Kanton St. Gallen

Bezirk Rorschach

Kanton Appenzell Ausserrhoden

Bezirk Vorderland

Österreich

Vorarlberg

Limnologie, Bodenseekunde

Der Obersee erstreckt sich zwischen Bregenz und Bodman-Ludwigshafen über 63,3 km Länge und hat zwischen Friedrichshafen und Romanshorn 14 km Breite. Die Fläche des Obersees beträgt 473 km².

Der Untersee trägt noch eine weitere Fläche von 63 km² bei.

An seiner tiefsten Stelle bei Fischbach und Uttwil wurde 254 m Tiefe gemessen. Die Tiefenangaben in den offiziellen Seekarten sind alle auf den Pegel Konstanz bezogen. Aber Achtung: dessen Pegelnull ist 391,89 Meter über dem Meeresspiegel (Meter über Normalhöhennull Amsterdam; in der Schweiz abweichendes NN ! ). Das so genannte Karten-Null, auf das sich die in den Karten eingetragenen Tiefenangaben beziehen, liegt beim Pegelstand von 2,50 Metern! (Sozusagen ein sommerlicher Durchschnittswert nach Schneeschmelze und regenreichem Frühjahr)

Die offizielle Hochwassermarke, ab der am See von Hochwasser gesprochen wird, liegt bei einem Pegel von 4,80 Metern.

Rhein
der Rhein ist Hauptzufluss des Sees im Osten als Alpenrhein, sein Abfluss aus dem Obersees ist der Seerhein im Westen, endgültiger Abfluss des Untersees ist dann der Hochrhein genannte Flussabschnitt.
Das Rheinwasser durchwandert den See in verschiedenen Etagen: vom Ufer aus gesehen sind dies der Hang, bis ca. 3 – 5 Meter Tiefe, gebildet und verformt durch die Erosion des Wellenschlags. Im Winter, bei Tiefwasserstand, liegt dieser Bereich über weite Strecken trocken. Bis ca. 20 Meter folgt anschließend die Wysse, abgeleitet von der Farbe Weiß. Durch Wellengang aufgewirbelter Ton und Mergel gibt dem See in diesem Bereich eine weißliche Tönung. Halde wird die steil abfallende Moränenflanke genannt, die bis ca. einhundert Meter Tiefe folgt. Ab ca. 150 Meter wird der Seegrund Schweb genannt, die abfallenden Grundsektionen um 200 Meter nennt man Tiefhalde und der unterste Seegrund bei rund 250 Metern heißt Tiefer Schweb. Die Strömung des kalten, grauen Gebirgswassers des Alpenrheins setzt sich nur ein kurzes Stück an der Oberfläche des Sees fort und mischt sich zunächst nur wenig mit dem eher warmen, grünlichen Wasser des Obersees. Am so genannten Rheinbrech fällt die Strömung auf Grund der größeren Dichte von kaltem Wasser dann abrupt in die Tiefe ab. Am südlichen Ufer von Lindau kommt einiges dieser Strömung bereits wieder an die Oberfläche, um dann in Richtung Westen die Rheinrinne im See zu bilden, in der die Strömung wahrnehmbar ist.

Eine Besonderheit am Nordwestrand: In den Untersee fließen über die Radolfzeller Aach größere Wassermengen aus dem Donausystem aus einem über 260 km² großen Gebiet, das hier durch die Wasserscheide von seinem ursprünglichen Ziel bei der Absenkung des Bodensees getrennt wurde. Die Wasserscheide zur Donau verläuft sonst ca. 20 bis 50 km nördlich vom See.

Sedimentation, Verunreinigungen: Der Rhein transportiert pro Jahr bis zu 3 Mio. m³ Feststoffe in den Bodensee. Hinzu kommen die Einträge der anderen Flüsse und der Kläranlagen der Anliegergemeinden. Seit 1979 ging die Phosphorkonzentration im See nach einem langjährigen Anstieg wieder zurück und hat mittlerweile wieder fast den natürlichen Wert erreicht. Die Nitratkonzentration liegt nach einem kontinuierlichen Anstieg bis 1985 seither bei ca. 4,4 g/m³.

Im Bodensee leben rund 45 Fischarten; vor allem Felchen (Coregonus spec.) und Saiblinge (Salvelinus alpinus). Die Berufsfischerei hat einen jährlichen Ertrag von ca. 1,5 Mio. kg. Zu den eigentlich gebietsfremden Tierarten zählt die Dreikantmuschel (Dreissena polymorpha), die ausgehend vom Schwarzmeergebiet um 1960 den Bodensee für sich erobert hat.

Medien

Literatur

  • Annette Bernauer, Harald Jacoby: Bodensee. Naturreichtum am Alpenrand. Naturerbe Verlag Jürgen Resch, Überlingen, 1994, ISBN 3-9803350-1-1
  • Franz X. Bogner: Der Bodensee aus der Luft. Stürtz, Würzburg, 2009. ISBN 978-3-8003-4035-4
  • Patrick Brauns: Das Bodensee-ABC. Von Aach bis Zeppelin. Thorbecke, Ostfildern, 2007. ISBN 978-3-7995-0181-1
  • Albrecht Brugger und Erika Dillmann: Der Bodensee – eine Landeskunde im Luftbild. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart, 1983.
  • Werner Dobras: Seegfrörne. Die spannende Geschichte der Seegfrörnen von 875 bis heute. Stadler, Konstanz, 1992
  • Otto Feger: Geschichte des Bodenseeraumes. 3 Bände. Thorbecke, Lindau, 1956–1963
  • Gertraud Gaßner, Rainald Schwarz-Gaßner: RadReisebuch. Rund um den Bodensee. Von Lindau nach Konstanz. Droemer-Knaur, München, 1990. ISBN 3-426-04635-0 (Hintergrundberichte; mehr als in gängigen Reiseführern)
  • Friedrich Kiefer: Naturkunde des Bodensees. 2. Auflage. Thorbecke, Sigmaringen, 1972, ISBN 3-7995-5001-1
  • Bernhard Tschofen (Hrsg.): GrenzRaumSee – Eine ethnographische Reise durch die Bodenseeregion. TVV-Verlag, Tübingen, 2008. ISBN 3-932512-49-9, ISBN 978-3-932512-49-0
  • Achim Walder: „Sehenswertes rund um den Bodensee“; Kultur, Historik, Landschaft rund um den Bodensee, Walder Verlag, 2008. ISBN 978-3-936575-35-4
  • Rolf Zimmermann: Am Bodensee. Stadler Verlagsgesellschaft mbH. Konstanz 2004. ISBN 3-7977-0504-2. (Bilder und Beschreibung der Städte rund um den Bodensee).

Bodenseeschifffahrt

Angebote am Bodensee

Museumsnächte

Inzwischen gibt eine Reihe von Museumsnächten in der Seeregion, z. B:

  • Die 8. Museumsnacht St.Gallen findet am 8. September 2012 statt. Link via http://www.museumsnachtsg.ch ( Neben Führungen, Einblicke in Lagerbestände und Gesprächen mit Museumsmitarbeitenden gibt es noch Lesungen, Performances sowie einen Jassevent)

Filme

Die Seegfrörne 1963

Am 6. Februar 1963 kam die Meldung, dass der See komplett zugefroren war. Davor war es im Jahr 1890/91. 1929 kam es nur zu einem teilweise Zufrieren. Bis Anfang März wanderten 1963 die Menschen quer übers Eis, manche sind mit dem Radl, dem Motorrad oder dem Auto auf den See gefahren, Flugzeuge sind auf dem Eis gestartet und gelandet, Menschen haben Partys gefeiert und sogar im Zelt auf dem See übernachtet. Allerdings kam es auch zu einigen Todesfällen.

33 Seegfrörnen sind seit dem Jahr 875 überliefert. Bei einer Seegfrörne ist es seit 1573 Brauch, in einer Eisprozession eine Holzbüste des Heiligen Johannes vom schweizerischen Münsterlingen über das Eis zur anderen Seite ins deutsche Hagnau zu tragen. Bis zur nächsten Seegfrörne bleibt die Heiligenfigur dann am Zielort. Am 12. Februar 1963 wurde die Büste von Hagnau wieder nach Münsterlingen gebracht und wartet dort seitdem auf ihre nächste Seeüberquerung.

Dazu Literatur: (Vgl. WP)

  • Kurt Brunner: Die Seegfrörnen des Bodensees - Eine Dokumentation in Bilddarstellungen. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. Nr. 122, Thorbecke, Ostfildern 2004, S. 71-84.
  • Werner Dobras: Wenn der ganze Bodensee zugefroren ist. Verlag Stadler, Konstanz, 1984, ISBN 3-7977-0112-8, bzw: Seegfrörne: die spannende Geschichte der Seegfrörnen von 875 bis heute. 2. veränderte Auflage. Stadler, Konstanz, 1992, ISBN 3-7977-0266-3.
  • Werner Häusler, Willy Häusler: Seegfrörne 63. Das Tagebuch vom großen Eis. Verlag der Schwäbischen Zeitung, Leutkirch und Seekreis Verlag Konstanz, 1963.
  • Tourist-Information Hagnau: „Über eisige Grenzen“ Das Buch zur Ausstellung, 2013.


Weblinks, Portale