Schlosskirche mit Schloss
Die heutige Schlosskirche am Schloss Friedrichshafen wurde in den Jahren 1695 bis 1702 nach Plänen des aus Au im Bregenzerwald stammenden Architekten Christian Thumb erbaut und am 8. Oktober 1702 mit dem Patrozinium St. Andreas und Panthaleon eingeweiht. Die Stuckarbeiten wurden von Johann Schmuzer und seinen Söhnen geschaffen. Sie wurde als Teil der barocken Anlage des Klosters Hofen errichtet
Nach der Aufhebung des Priorats Hofen 1802 stand die Kirche zehn Jahre leer, bis sie durch König Friedrich von Württemberg im Sommer 1812 der neu gebildeten evangelischen Kirchengemeinde zugewiesen wurde, damit für die projektierte Neustadt Friedrichshafens Ansiedler aus evangelischen Landesteilen angeworben werden konnten.
Einem Luftangriff am 28. April 1944 fielen der Dachstuhl, Teile des Südturms, Orgel und Kirchenbänke zum Opfer. Weil kein Notdach errichtet werden durfte, waren die unbeschädigten Deckengewölbe (vgl. Bild von 1935) der Witterung nun ungeschützt ausgesetzt, so dass sich die Deckenbilder mit der Zeit auflösten und der wertvolle Stuck ab Herbst 1945 zum größten Teil von der Kirchendecke stürzte. Nur unter den Emporen ist der Originalstuck erhalten geblieben. Erst 1947/48 konnte ein Notdach errichtet werden. Die Wiederherstellung des Innenraums mit Rekonstruktion der Stuckdecke in vereinfachten Formen erfolgte durch Joseph Schnitzer (Buching bei Füssen) und seine Söhne. 1951 wurde die Kirche wieder eröffnet und 1959 ging die Außenerneuerung mit Errichtung des neuen Kirchendachs zu Ende.
Historische Ereignisse
- 1089 Erstmalige Erwähnung des Kloster Hofen (Schloss Friedrichshafen) als eine Stiftung der Gräfin Bertha von Buchhorn, der Gemahlin des Grafen Otto I. von Buchhorn. Das Benediktinerinnen-Kloster Hofen war ein Benediktinerinnenkloster. Es befand sich im Areal des Buchhorner Grafensitzes, an der Stelle des heutigen Schlosses. Nach dem Tod des Grafen Otto II. 1089 fielen die Hausgüter und mit ihnen das Kloster Hofen an Herzog Welf IV.
- 1215 wurde die Kirche neu erbaut.
- Im Lauf des Dreißigjährigen Krieges wurden die Klostergebäude im Jahr 1634 von den Schweden niedergebrannt und zerstört.
- 1695-1701 wurde unter Leitung von Christian Thumb ein stattlicher Konventbau und eine prächtige Kirche errichtet und mit Stuckarbeiten von Vater und Sohn Schmuzer ausgestattet. So gab es eine wesentlich größere Klosteranlage samt Kirche.
- 1702 Einweihung von einem Männerkonvent als Priorat Hofen
- 1802 fiel das Priorat mit Weingarten an den Fürsten von Oranien-Nassau, der es sogleich aufheben ließ.
- 1802-12 Leerstand der Kirche
- 1803 wurde das Reichskloster Weingarten säkularisiert, gemeinsam mit Kloster und Dorf Hofen.
- 1804 wurde das Kloster durch Österreich eingezogen.
- 1806 wird Hofen im Pressburger Frieden durch Napoleon an Württemberg überschrieben.
- 1811 wird das Dorf Hofen mit der Stadt Buchhorn zur Stadt Friedrichshafen vereinigt.
- 1811 wird die Klosteranlage der württembergischen Hofdomänenkammer zugeteilt, die Kirche der neu gegründeten evangelischen Kirchengemeinde Friedrichshafen zur Verfügung gestellt.
- Einem Luftangriff am 28. April 1944 fielen der Dachstuhl, Teile des Südturms, Orgel und Kirchenbänke zum Opfer.
- 1944 Weil kein Notdach errichtet werden durfte, waren die unbeschädigten Deckengewölbe der Witterung ungeschützt ausgesetzt, so dass sich die Deckenbilder mit der Zeit auflösten.
- 1945 stürzte der wertvolle Stuck zum größten Teil von der Kirchendecke.
- 1947/48 konnte ein Notdach errichtet werden. Die Wiederherstellung des Innenraums mit Rekonstruktion der Stuckdecke in vereinfachten Formen erfolgte durch Joseph Schnitzer (Buching bei Füssen) und seine Söhne.
- 1951 wurde die Kirche wieder eröffnet.
- 1959 ging die Außenerneuerung mit Errichtung des neuen Kirchendachs zu Ende.
Filme
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Literatur
- Stadt Friedrichshafen (Hrsg.): Geschichtspfad Friedrichshafen - Ein historischer Führer, Friedrichshafen 2001, ISBN 3895493015.
Quellen und Verweise
- Eintrag zum Geschichtspfad im Stadtportal Friedrichshafen.de
- Eintrag zur Schlosskirche in der deutschsprachigen Wikipedia
- Eintrag zum Geschichtspfad Friedrichshafen in der deutschsprachigen Wikipedia
- Eintrag zur Stadt Friedrichshafen in der deutschsprachigen Wikipedia
- Stationen des Geschichtspfads, des Zeppelin-Pfads und des Maybach-Wegs auf Google Maps