Gault Millau

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Der Restaurantführer Gault-Millau stammt aus Frankreich und ist ein nach seinen Herausgebern Henri Gault (1929–2000) und Christian Millau (* 1929) benannter und neben dem Guide Michelin einflussreichster Restaurantführer französischen Ursprungs. Er vergibt die Hauben, die neben Michelins Sternen begehrteste Auszeichnung der Haute Cuisine. Er vergibt Punkte (max. 19/20) und in der Spitze vier “Hauben“. Im Gegensatz zum Guide Michelin beschränkt sich der Gault-Millau nicht auf eine Auflistung, sondern bietet eine Beschreibung. Das Ergebnis sind mitunter zynisch-sarkastische Umschreibungen von äußerster Härte, die dem Führer in der Vergangenheit vielfach Prozessandrohungen und Gerichtsverfahren bescherten.

Der Gault Millau wurde 1969 in Frankreich von den beiden Journalisten Henri Gault und Christian Millau gegründet. 1983 erschien die erste deutsche Ausgabe. Der Gault Millau Deutschland wird vom Münchner Christian Verlag GmbH verlegt. Chefredakteur des Restaurantguides ist Manfred Kohnke. Der Gault Millau Schweiz erscheint seit 1982. Je eine deutsche und eine französische Ausgabe wird von der Ringier AG in Zofingen aufgelegt. Herausgeber des Gault Millau Österreich ist Michael Reinartz. Er erschien erstmals 1978. Damals wurden in Österreich 13 Restaurants mit einer Haube und ein einziges mit zwei Hauben bewertet.

Außer dem Restaurantführer erscheint seit 1993 jährlich auch der Gault-Millau WeinGuide, in dem die besten Weinerzeuger mit Trauben und die Weine nach dem weltweit üblichen 100-Punkte-System bewertet werden. Chefredakteur der deutschen Ausgabe ist Joel B. Payne. In der Ausgabe WeinGuide Deutschland 2010 wurden über 900 der besten Weinerzeuger vorgestellt und 7.000 Weine bewertet.


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