Kloster Löwental: Unterschied zwischen den Versionen
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Durch zwei Brände wurde das Gebäude im Jahr 1304 völlig zerstört, jedoch bald wieder aufgebaut. 1447 musste das Kloster erneut renoviert werden. 37 Jahre später waren die Arbeiten, zu deren Finanzierung einige Grundstücke verkauft wurden, vollendet. Weitere Brände im Jahr 1609 und während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]] machten das Kloster unbewohnbar, ein vom [[Liste der Bischöfe von Konstanz|Konstanzer Bischof]] zur Verfügung gestelltes Kloster konnte nur wenige Nonnen beherbergen. Im Jahr 1659 zogen Nonnen wieder in das neue Gebäude ein, 1687 wurde die barocke Kirche geweiht. Bis zur [[Säkularisation]] wuchs das Vermögen des Klosters, vor allem durch die bedeutende Apotheke, stetig an; 1695 besaß es 64 [[Lehnswesen|Lehenshöfe]]. | |||
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Nach einer Inspektion eines Württembergischen Kommissars wurde das Kloster im Sommer 1806 aufgelöst<ref>[http://www.friedrichshafen.de/index.phtml?La=1&NavID=995.485.1 Geschichte Friedrichshafens] – Informationen über Kirchen und das Kloster</ref>, sein gesamtes Vermögen sowie der Grundbesitz gingen an das Haus Württemberg. Den Nonnen wurde zunächst zugesichert, dass sie weiterhin im Kloster leben dürfen, Außerdem erhielten sie eine Jahrespension. Als König Friedrich jedoch 1812 beschloss, im ehemaligen Klostergebäude eine [[Kaserne]] zu errichten, mussten sie das Kloster verlassen. Teilweise siedelten sie ins Kloster Kirchheim um, teilweise traten sie aus dem Orden aus. Die Einrichtung des Klosters wurde sofort versteigert, das Gebäude umgebaut. | |||
Erst 1814 wurde die Kaserne vom 2. Bataillon des württembergischen Infanterieregiments Nr. 10 bezogen. Nach Ende des Krieges gegen Frankreich, zwei Jahre später, stand die Anlage wieder leer. Das bis dahin erhaltene Kircheninventar wurde daraufhin versteigert und auf die umliegenden Gemeinden verteilt. Da sich für das jetzt „Schloss Löwental“ genannte Gebäude kein Käufer fand, wurde die Mühle separat verkauft, die Gebäude teilweise eingerissen oder zu Bauernhöfen umfunktioniert. 1826 erfolgte ein Teilabbruch der Konventgebäude. | |||
Der Rest wurde im Luftkrieg 1944 bis auf die Mühle und einen Teil der Umfassungsmauer zerstört. | |||
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== Quellen und Verweise == | |||
*[http://www.friedrichshafen.de/unsere-stadt/historisches/geschichtspfad/ehemalige-gemeinde-schnetzenhausen/ Darstellung im Stadtportal Friedrichshafen.de] | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtspfad_Friedrichshafen#Ehemaliges_Kloster_L.C3.B6wental_-_Tafel_5.1 Eintrag zur Sehenswürdigkeit beim Geschichtspfad Friedrichshafen in der deutschsprachigen Wikipedia] <br> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtspfad_Friedrichshafen Eintrag zum Geschichtspfad Friedrichshafen in der deutschsprachigen Wikipedia] <br> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrichshafen Eintrag zur Stadt Friedrichshafen in der deutschsprachigen Wikipedia] <br> | |||
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Version vom 13. August 2013, 23:03 Uhr
Das Kloster Löwental war ein Kloster der Dominikanerinnen. Es wurde 1250 im namensgebenden Löwental in unmittelbarer Nähe der damaligen freien Reichstadt Buchhorn gegründet, nachdem der Reichsministeriale Johannes von Ravensburg-Löwental seine an der Rotach gelegene Burg Eichstegen-Löwental an die Dominikanerinnen von Konstanz gestiftet hatte und gleichzeitig in deren Orden eingetreten war. Johann von Ravensburg gehörte dem verzweigten Geschlecht der Ministerialen von Eichstegen (so hieß Löwental bis etwa 1234) an. Er übergab seine Burg zu Eichstegen-Löwental an Ostern 1250 den Dominikanern von Konstanz zur Anlegung eines Klosters. Seine Frau Guta brachte von Konstanz 20 Schwestern mit, die nach der Regel St. Augustins lebten. Guta trat selbst als Nonne in das Kloster ein, Johann wurde Dominikaner. Am 2.6.1250 wurde das Kloster dem Dominikanerorden inkorporiert; die geistliche Leitung des Klosters war den Dominikanern in Konstanz anvertraut. Der vom Gründer gewählte Name "Himmelwonne" konnte sich nicht durchsetzen.
Durch zwei Brände wurde das Gebäude im Jahr 1304 völlig zerstört, jedoch bald wieder aufgebaut. 1447 musste das Kloster erneut renoviert werden. 37 Jahre später waren die Arbeiten, zu deren Finanzierung einige Grundstücke verkauft wurden, vollendet. Weitere Brände im Jahr 1609 und während des Dreißigjährigen Kriegs machten das Kloster unbewohnbar, ein vom Konstanzer Bischof zur Verfügung gestelltes Kloster konnte nur wenige Nonnen beherbergen. Im Jahr 1659 zogen Nonnen wieder in das neue Gebäude ein, 1687 wurde die barocke Kirche geweiht. Bis zur Säkularisation wuchs das Vermögen des Klosters, vor allem durch die bedeutende Apotheke, stetig an; 1695 besaß es 64 Lehenshöfe.
Nach einer Inspektion eines Württembergischen Kommissars wurde das Kloster im Sommer 1806 aufgelöst<ref>Geschichte Friedrichshafens – Informationen über Kirchen und das Kloster</ref>, sein gesamtes Vermögen sowie der Grundbesitz gingen an das Haus Württemberg. Den Nonnen wurde zunächst zugesichert, dass sie weiterhin im Kloster leben dürfen, Außerdem erhielten sie eine Jahrespension. Als König Friedrich jedoch 1812 beschloss, im ehemaligen Klostergebäude eine Kaserne zu errichten, mussten sie das Kloster verlassen. Teilweise siedelten sie ins Kloster Kirchheim um, teilweise traten sie aus dem Orden aus. Die Einrichtung des Klosters wurde sofort versteigert, das Gebäude umgebaut.
Erst 1814 wurde die Kaserne vom 2. Bataillon des württembergischen Infanterieregiments Nr. 10 bezogen. Nach Ende des Krieges gegen Frankreich, zwei Jahre später, stand die Anlage wieder leer. Das bis dahin erhaltene Kircheninventar wurde daraufhin versteigert und auf die umliegenden Gemeinden verteilt. Da sich für das jetzt „Schloss Löwental“ genannte Gebäude kein Käufer fand, wurde die Mühle separat verkauft, die Gebäude teilweise eingerissen oder zu Bauernhöfen umfunktioniert. 1826 erfolgte ein Teilabbruch der Konventgebäude.
Der Rest wurde im Luftkrieg 1944 bis auf die Mühle und einen Teil der Umfassungsmauer zerstört.
Heute existiert noch die Trautenmühle und ein Teil der Klostermauer. Auch das Gasthaus „Zum Klosterwirt“ zeugt noch von der Vergangenheit.
Vorlage:Coordinate; heute: Flugplatzstraße
Literatur
<references />
- Stadt Friedrichshafen (Hrsg.): Geschichtspfad Friedrichshafen - Ein historischer Führer, Friedrichshafen 2001, ISBN 3895493015.
Quellen und Verweise
- Darstellung im Stadtportal Friedrichshafen.de
- Eintrag zur Sehenswürdigkeit beim Geschichtspfad Friedrichshafen in der deutschsprachigen Wikipedia
- Eintrag zum Geschichtspfad Friedrichshafen in der deutschsprachigen Wikipedia
- Eintrag zur Stadt Friedrichshafen in der deutschsprachigen Wikipedia
- Stationen des Geschichtspfads, des Zeppelin-Pfads und des Maybach-Wegs auf Google Maps