Patient Protection and Affordable Care Act (PPACA)
Der Patient Protection and Affordable Care Act (PPACA), auch Affordable Care Act oder Healthcare-Reform, verkürzend nach dem Präsidenten Obamacare genannt, ist ein von Barack Obama auf den Weg gebrahtes und schließlich unterzeichnetes US-Bundes-Gesetz, das am 23. März 2010 zustande kam. Es handelt sich um eine Reform der Krankenversicherung der Vereinigten Staaten von Amerika.
PPACA wurde am 24. Dezember 2009 durch klare Mehrheit an Stimmen durch die Demokraten verabschiedet, während mit einer Ausnahme sämtliche Republikaner gegen die Gesetzgebung stimmten.
Grund war, dass ein Krankenversicherungsschutz dort grundsätzlich als private Angelegenheit gilt und eine allgemeine Krankenversicherungspflicht nicht vorgesehen war. Als Folge gibt es für 45,7 Millionen oder 15,3 % der rund 300 Millionen EinwohnerInnen weder private Krankenversicherungen noch staatliche Hilfe. Bei Gesundheitsproblemen, die (noch) nicht die Stufe eines medizinischen Notfalls erreichen, dürfen solche Patienten in Kliniken abgewiesen werden.
Schließlich wurde 2012 die Reform des amerikanischen Gesundheitswesen vom Supreme Court bestätigt (höchstes US-Gericht). Für den Präsidenten war es ein wichtiger Triumph, für die traditionell Unternehmerfreundlicheren Republikaner eine schwere Schlappe.
Kostenvergleiche
Nach einer Studie des McKinsey Global Institute sind die hohen Kosten nicht auf eine im internationalen Vergleich überdurchschnittliche Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen zurückzuführen.
Danach nehmen die US-Bürger beispielsweise weniger Medikamente zu sich und haben kürzere Krankenhausaufenthalte als Europäer oder Kanadier.
Die hohen Kosten seien einerseits auf höhere Preise für Gesundheitsleistungen und andererseits auf hohe Verwaltungskosten der privaten Krankenversicherungen zurückzuführen: Krankenversicherungen kalkulieren eine Gewinnspanne, haben hohe Werbungs- und Maklerkosten sowie einen hohen Verwaltungsaufwand für die Prüfung von Vertragsabschlüssen und von Versicherungsnehmeransprüchen.
Amerikanische Ärzte und Krankenschwestern beziehungsweise Pflegekräfte erzielen im internationalen Vergleich ein überdurchschnittlich hohes Einkommen.
Nach einer Studie sind die Krankenversicherungskosten, bezogen auf ein vergleichbares Niveau der medizinischen Leistungen, zwischen 1970 und 2000 in den privaten Krankenversicherungen deutlich stärker gestiegen als bei der staatlichen Medicare. Dies liegt zum Teil daran, dass Kostenkontrolle durch die Auswahl besonders effizienter Leistungserbringer (selective contracting) nicht in höchstmöglichem Umfang Anwendung findet, da die Health Maintenance Organizations gerade wegen der strikten Begrenzung der Arzt- und Krankenhauswahl gegenüber weniger strikten Versicherungsformen wie zum Beispiel Preferred Provider Organizations Marktanteile verloren haben.
Medicare
Preferred Provider Organizations
Medicare
... ist eine sozialstaatliche öffentliche Krankenversicherung für ältere (ab 65 Jahren) und behinderte Amerikaner. Etwa 41 Millionen Bürger nehmen sie jährl. in Anspruch .
Medicaid
... ist eine sozialstaatliche öffentliche Krankenversicherung für einkommensschwache Amerikaner, die von ca 40 Millionen Bürger in Anspruch genommen wird.
State Children’s Health Insurance Program (SCHIP)
... ist ein sozialstaatliches Hilfsprogramm für Kinder, deren Eltern ein Einkommen haben, das für Medicaid zu hoch ist, aber zu niedrig, um eine private Krankenversicherung bezahlen zu können.
Ebenfalls sind schwangere Frauen anspruchsberechtigt, deren Einkommen in diese Kategorie fällt. Dieses Programm nehmen ca. 6,6 Millionen Kinder in Anspruch, sowie 0,6 Millionen Frauen.
Weblinks
- http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssystem_der_Vereinigten_Staaten
- US-Gesundheitsreform – Richter retten Obamas Prestigeprojekt. Artikel bei spiegel.de vom 28.06.2012, Von Marc Pitzke, New York.
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Siehe auch
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